Ortsgruppe Mittleres Kinzigtal

Der Zedern-Sandborstling (Geopora sumneriana)

 (Karin Pätzold)

Der Zedern-Sandborstling wächst im März bei Zeder auf dem Hornberger Friedhof. Er gehört wie die Morchel und Lorchel zu den Schlauchpizen (Ascomyzeten), die ihre Vermehrungsorgane (Sporen) in Schläuchen produzieren. Die Ständerpilze wie die Röhrlinge und Blätterpilze, die wir überwiegend kennen, entwickeln die Sporen auf sogenannten Ständern.

Der Zedern-Sandborstling ragt ähnlich einer Trüffel aus dem Erdboden, bevor er sich bei Reife zu einem sternförmigen Becherling mit mehreren Zipfeln öffnet. An der Außenseite besitzt er borstenartige Haare. Daher der Name. Er bildet eine Lebensgemeinschaft (Mykorrhiza) mit Zedern. Zedern stammen ursprünglich aus dem Mittelmeerraum. Bei uns trifft man sie bisher nur auf Friedhöfen oder in Parks an. Wer weiß, ob sie mit der zunehmenden Klimaerwärmung nicht eines Tages auch in unseren Wäldern wachsen. In Wolfach und Oberwolfach hat man bereits Versuchsflächen mit Atlas- und Libanon-Zedern angelegt, um herauszufinden, ob sie für unseren Schwarzwald geeignet sind.

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