Ortsgruppe Mittleres Kinzigtal

Kirschroter Saftling - Hygrocybe coccinea

Kirschroter Saftling - Hygrocybe coccinea - Bild: Karin Pätzold

Der Kirschrote Saftling ist im Spätherbst auf sogenannten Trockenrasen zu finden. Das sind besonders nährstoffarme Biotope, auf denen seltene Pflanzen und Pilze wachsen. Sie sind wegen Überdüngung vielerorts selten geworden, ebenso die Arten, die auf solchen Flächen wachsen. Der Kirschrote Saftling gehört zu der Gattung der Saftlinge Hygrocybe innerhalb der Familie der Schnecklings-Verwandten Hygrophoraceae. Saftlinge sind an ihren leuchtend roten, gelben oder grünen  Farben  zu erkennen und lassen im Spätherbst das Herz eines jeden Pilzfreundes höher schlagen. Da sie vom Aussterben bedroht sind, stehen sie nach dem Artenschutzgesetz der Landesanstalt für Umwelt BW auf der Liste der besonders streng geschützten Arten. Auf einer Friedhofswiese in Hornberg wurden die Kirschroten Saftlinge erfreulicherweise das erste Mal im Herbst 2013 entdeckt. In Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung  Hornberg und der Unteren Naturschutzbehörde Offenburg wurde diese Wiese 2014 unter Schutz gestellt. Sie darf nur einmal im Jahr gemäht und auch nicht umgestaltet werden. Nun erscheinen alljährlich Ende Oktober bis Mitte November diese hübschen Pilze, manchmal auch noch eine weitere Art wie der Größte Saftling Hygrocybe punicea. In den heißen Jahren 2017 und 2018 allerdings blieb das Wachstum der Saftlinge aus. Der Kirschrote Saftling hat einen auffallend roten Hut, goldgelbe Lamellen und einen  roten bis goldgelben Stiel und besitzt wie alle Saftlinge eine wachsartige Konsistenz. Genusswert-Angaben entfallen verständlicherweise bei geschützten Arten.

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