Ortsgruppe Mittleres Kinzigtal

Blauer Rindenpilz Terana caerulea

 (Karin Pätzold)

Der Blaue Rindenpilz ist in Deutschland ein seltener Pilz auf toten Ästen und Stämmen von Laubbäumen wie Esche, Ahorn, Haselnuss, Hainbuche, Weide und Eiche. Er gehört zu den holzzersetzenden Pilzen (Saprobionten). Als wärmeliebende Art ist er vor allem in südlichen Ländern verbreitet. Wurde er bisher in Deutschland vor allem in der südlichen Rheinebene bei Freiburg gemeldet, wurde er in den letzten Jahren auch vermehrt im Schwarzwald entdeckt. In der Literatur waren die Höhenangaben der Fundstellen bisher mit einer Höhe von 400 m ü. NN angegeben. Im Jahr 2019 wurden wir am Büchereck allerdings auf einer Höhe von 651 m ü. NN gleich an mehreren Stellen fündig. Der leuchtend blaue Pilz, bestehend aus flächigen, welligen Überzügen, ist wegen seiner Farbe leicht zu bestimmen. Nach anfänglichem Dunkelblau entwickelt er sich auf dem Totholz zu einem leuchtenden blauen Bezug mit weißem Rand. Die Tatsache, dass der Pilz zunehmend im Schwarzwald vorkommt, ist der Klimaerwärmung zu zuschreiben. Das Exemplar auf dem Foto wuchs an toten Ästen einer sonnenexponierten  Hainbuchenhecke auf dem Schloss Hornberg. Der Pilz wurde 2009 von der Deutschen Gesellschaft für Mykologie (DGfM) zum Pilz des Jahres gekürt.

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