Ortsgruppe Mittleres Kinzigtal

"Wir alle. Das Dorf"

In der Filmreihe des BUND Mittleres Kinzigtal zeigt das Kinocenter Haslach den Dokumentarfilm

Unmittelbar am Rande der kleinen Stadt Hitzacker gründen Menschen ein Dorf für 300 Bewohner. Ein Modelldorf für die Zukunft Europas soll es werden. Vorbild und Utopie für ein buntes Leben und Arbeiten auf dem Land. Sie wollen sich und anderen hier im Wendland – einer der strukturschwächsten Gegenden Deutschlands – ein Zuhause schaffen, in dem gelebt und gearbeitet werden kann, verschiedene Kulturen und Generationen sich gegenseitig inspirieren, unterstützen und stärken. Basisdemokratisch und in Ökobauweise – versteht sich.

Termin: Mittwoch 28.9.2022 um 20:00 Uhr

Ort: Kinocenter Haslach, Neue Eisenbahnstr. 8


 

BUND - Umweltfilmreihe

Everything will change

In der Filmreihe des BUND Mittleres Kinzigtal zeigt das Kinocenter Haslach den brandneuen Film "Everything will change", ein Blick aus der Zukunft auf das Hier und Jetzt, der aufrüttelt und Chancen aufzeigt.

Der Film in der Regie von Marten Persiel ist eine gekonnt inszenierte Mischung aus Science-Fiction und Dokumentation. Die drei Freunde Ben, Fini und Cherry leben im Jahr 2054 in einer sterilen und betonierten Welt, in der Tiere und Pflanzen größtenteils ausgestorben sind. Als sie davon hören, dass es einmal eine Welt gab, die bunt und voller Leben war, beschließen sie, sich auf eine Reise zurück in eine Zeit zu begeben, in der man all das, was mit der Welt passiert ist, noch hätte verhindern können: In die 2020er Jahre. Auf dem Weg dorthin entsteht durch die fiktiven Schlagzeilen, die ein Schreckenszenario erkennen lassen, der Eindruck eines dringenden und unausweichlichen Handlungsbedarfs. Unterstützt wird die Fiktion von Fakten, die von renommierten Wissenschaftler*innen in eine mögliche Zukunft weitergedacht werden. Ein dystopisches Science-Fiction-Ambiente und wissenschaftliche Fakten – das ist das ausgeklügelte Erzählkonzept des Filmes. Auf der Reise aus aus einer möglichen Zukunft in das Hier und Jetzt wird immer deutlicher, dass wir eigentlich jetzt bereits alles wissen, was nötig ist, um Schlimmeres zu verhindern. Der Film ist ein aufrüttelnder und eindrucksvoller Appell, unsere Erde mit all ihrer Vielfalt zu schützen.

Termin: Mittwoch 27.7.2022 um 19:45 Uhr

Ort: Kinocenter Haslach, Neue Eisenbahnstr. 8


 

"Landretter" in der BUND-Umweltfilmreihe

In Zusammenarbeit mit dem BUND Mittleres Kinzigtal zeigt das Kinocenter Haslach am Mittwoch 29.6. um 19:45 Uhr den Dokumentarfilm "Landretter". Darin begleitet die Regisseurin Gesa Hollerbach vier verschiedene Menschen, die für ihre Heimat auf dem Land kämpfen. Die Bürgermeisterin eines sächsischen Dorfes, wo die jungen Leute abgewandert sind, wehrt sich zusammen mit den Eltern, dass nun auch noch die örtliche Mittelschule geschlossen werden soll. Eine Landwirtin und Abgeordnete im EU-Parlament aus dem Allgäu geht gegen das „landgrabbing“ vor. Die Landkonzentration in den Händen von Konzernen macht das Ackerland für Bauern immer unerschwinglicher. Ein Astronom  ist besorgt über die zunehmende Lichtverschmutzung. Gemeinsam mit einem Gastwirt will er einen kleinen österreichischen Ort und dessen Sternenhimmel als Weltkulturerbe anerkennen lassen.

Seifhennersdorf in Sachsen, Großmugl in Österreich und Leutkirch im Allgäu. Was die Orte verbindet, ist der Strukturwandel auf dem Land. Was die im Film porträtierten Menschen eint, ist ihre tiefe Verbundenheit mit ihrer Heimat und der Wille, diesen Wandel nicht einfach stillschweigend hinzunehmen, sondern ihm aktiv entgegenzuwirken. Auf ganz unterschiedliche Weisen sind sie alle "Landretter". Der Film macht auch deutlich, dass das, was auf dem Land passiert, letzten Endes uns alle betrifft, und dass es sich lohnt, für seine Liebe zu Land und Leuten zu kämpfen.


 

"Der Waldmacher" in der BUND-Umweltfilmreihe

In Zusammenarbeit mit dem BUND Mittleres Kinzigtal zeigt das Kinocenter Haslach am Mittwoch 25.5. um 19:30 Uhr den Dokumentarfilm "Der Waldmacher“ vonVolker Schlöndorff aus dem Jahr 2022 über den Agrarwissenschaftler Tony Rinaudo. Als der junge Australier Tony Rinaudo 1981 in den Niger kam, um die wachsende Ausbreitung der Wüsten und das Elend der Bevölkerung zu bekämpfen, waren die Bäume im Süden des Landes fast verschwunden. Er fing an, neue Bäume zu pflanzen, doch die Setzlinge gingen ein. Dann entdeckte er, dass unter der wüstenähnlichen, abgegrasten Oberfläche ein altes Wurzelnetzwerk von vor Jahrzehnten gerodeter Bäume weiterschlummert. Mit einer besonderen Schnitttechnik gelang es ihm, die im Untergrund bereits vorhandenen Bäume wieder zu regenerieren. Rinaudo hat Dorfbewohner*innen in über 25 Ländern für diese Aufforstungsmethode gewinnen können. Er zeigte ihnen, dass Bäume ihre Felder ertragreicher machen und dass sie ihre Lebengrundlagen selbständig und nachhaltig verbessern können. Im Jahr 2018 erhielt Tony Rinaudo dafür den alternativen Nobelpreis.

Der Regisseur und Oscar-Preisträger Volker Schlöndorff („Die Blechtrommel“) hat nun einen Dokumentarfilm über das Lebenswerk Rinaudos gedreht. Der Presse gegenüber bekannte er: „Der Waldmacher‘ liegt mir am Herzen, ich will, dass er gesehen wird.“ Deshalb hat er den Film in 44 Kinos in Deutschland selbst vorgestellt. Er hat den Film in verschiedenen Ländern der Sahelzone gedreht. Um die Lage in den Dörfern, die Traditionen und Ansichten besser zu verstehen, bindet Schlöndorff auch Kurzfilme junger afrikanischer Filmemacher*innen mit ein. Schlöndorffs informativer Film beschönigt die vielen Probleme wie Klimawandel, Bodenerosion und Armut nicht, die der Landbevölkerung zu schaffen machen oder sie gar zur Migration zwingen. Aber er verbreitet Optimismus und appelliert gleichzeitig auch an die Weltgemeinschaft, mehr für den Klimaschutz in den Landregionen zu tun.


 

BUND Umweltfilmreihe

In Zusammenarbeit mit dem BUND Mittleres Kinzigtal zeigt das Kinocenter Haslach am Mittwoch 27.4. um 19:30 Uhr den Dokumentarfilm "Unser Boden, unser Erbe"

Wissen wir eigentlich, was sich unter unseren Füßen abspielt? Die dünne Humusschicht des Bodens versorgt alle Menschen auf der Welt mit Lebensmitteln, sauberem Trinkwasser und sauberer Luft. Und sie kann das Klima retten. Denn gesunde Bösen sind nach den Ozeanen der größte Speicher für Treibhausgase und tragen wesentlich zur Senkung von CO2 bei. Aber um 10 Zentimeter fruchtbare Erde zu bilden, braucht unser Planet mehr als 2000 Jahre. Und dennoch nutzen wir unsere Böden als wären sie unerschöpflich. Damit ist unsere Lebensmittelquelle gefährdet – durch uns Menschen!

Der Dokumentarfilm „Unser Boden, unser Erbe“ ist ein inspirierendes Plädoyer für eine zukunftsfähige Landwirtschaft und für nachhaltige Ernährung. Er vermittelt eindringlich, warum die kostbare Ressource unsere größte Wertschätzung verdient. Denn wir alle können zum Erhalt der Bodenfruchtbarkeit beitragen – ob als Landwirt, Gärtner oder Konsument im Supermarkt! Experten wie TV-Köchin Sarah Wiener und Umweltwissenschaftler Ernst Ulrich von Weizsäcker geben wertvolle Denkimpulse. Damit auch noch unsere Kinder eine gesunde Umwelt mit lebendigen Böden vorfinden, muss sich die Landwirtschaft ebenso dringend ändern wie die Gesellschaft.


 

BUND Umweltfilmreihe

In Zusammenarbeit mit dem BUND Mittleres Kinzigtal zeigt das Kinocenter Haslach am Mittwoch 30.3. um 19:30 Uhr den Dokumentarfilm "NOW"

Die Klimakrise betrifft alle – aber vor allem die, die jetzt jung sind. Ihre Folgen werden fatal sein, wenn keiner was tut. Deshalb formiert sich die Jugend weltweit im Kampf gegen die Klimakrise. Das Jahr 2019 war ein Jahr des Protestes gegen Ignoranz oder Unfähigkeit oder Unwillen in Politik und weiten Teilen der Gesellschaft, sich der Krise zu stellen. Und der Fotograf und Dokumentarfilmer Jim Rakete war mit dabei, von den ersten Berliner Demos bis zu UN-Gipfeln. In seinem Dokumentarfilm „NOW“ porträtiert er Vertreter*innen einer Generation, die voranschreiten im Handeln gegen die Klimakatastrophe. Greta Thunberg ist die Leitfigur junger Klimarebellen. Doch sie ist nicht allein. Als Vertreterinnen und Vertreter einer Generation, die enttäuscht wurde und die nun ran muss, sprechen Luisa Neubauer, Felix Finkbeiner, Nike Mahlhaus und andere über ihre Motive und Ziele und geben Auskunft über die Perspektiven von Fridays for Future, Extinction Rebellion, Plant for the Planet, Ende Gelände. Zudem erweitert Rakete den Blick, fragt nicht nur bei den Initiativen nach, was ihre Ziele sind und wie sie erreichbar scheinen, sondern befragt auch Wissenschaftler: Wie lange kann die Klimabewegung Bestand haben und ihre Kraft entfalten? Denn eines ist sicher: Dass durch die akute Krise der Corona-Pandemie die langfristige Krise des Klimas nicht verschwindet.


 

BUND Umweltfilmreihe

Kinocenter Haslach am Mittwoch 23.2. um 19:30 Uhr Dokumentarfilm ONE WORD - Was tust du, wenn dein Zuhause versinkt?

In Zusammenarbeit mit dem BUND Mittleres Kinzigtal zeigt das Kinocenter Haslach am Mittwoch 23.2. um 19:30 Uhr den Dokumentarfilm ONE WORD - Was tust du, wenn dein Zuhause versinkt?

Die Marshallinseln liegen in der Nähe des Äquators im Pazifischen Ozen. Der größte Teil dieser Inseln liegt weniger als 1,8 Meter über dem Meeresspiegel. Der Dokumentarfilm ONE WORD zeigt die Auswirkungen der globalen Erwärmung und des Anstiegs des Meeresspiegels auf diese Inselgruppe und ihre Menschen. Den Bewohnern droht die Vernichtung ihres Landes und ihrer Kultur innerhalb der nächsten Jahrzehnte durch das ansteigende Meer, die Erosion des Landes, die Versalzung des Grundwassers und dem Ende des Fischreichtums. Dies ist nicht nur ein lokales Ereignis, sondern auch eine universelle Warnung an alle Menschen auf der Erde, dass wir zur einer verantwortungsvollen Beziehung mit unserem einzigartigen Planeten kommen müssen.

Den Regisseuren Viviana und Mark Uriona war es besonders wichtig, die Menschen vor Ort kennenzulernen und mit ihnen gemeinsam in einem partizipativen Ansatz das Filmprojekt zu entwickeln. Diese einzigartige Herangehensweise hat zu einem aufregenden, lebendigen und hoch aufgeladenen Dokumentarfilm über das wichtigste Thema unserer Zeit, den Klimawandel, geführt. Der Film ist aber mehr als eine Warnung. Er vermittelt auch den Optimismus des marshallesischen Volkes: Die Menschheit muss, kann und wird sich verändern und anpassen, um die Zivilisation und den Planeten zu bewahren.


 

Dokumentarfilm im Kino in Haslach

"Fantastische Pilze - die magische Welt zu unseren Füßen"

 (Karin Pätzold)

In Zusammenarbeit mit dem BUND Mittleres Kinzigtal zeigt das Kinocenter Haslach am Mittwoch 24.11. um 19:30 Uhr den Dokumentarfilm Fantastische Pilze – Die magische Welt zu unseren Füßen

- Wie Pilze heilen und den Planeten retten können -

Fantastische Pilze ist ein hoch informativer und unterhaltsamer Dokumentarfilm über die oft übersehenen Teilnehmer unserer Biosphäre – die Pilze. Sie sprießen, sie zersetzen, sie arbeiten im Verborgenen und sind faszinierende Lebewesen im ewigen Kreislauf von Werden und Vergehen. Regisseur Louie Schwartzberg will in seinem Dokumentarfilm die Sprache der Natur entschlüsseln und die magische Welt zu unseren Füßen einem größeren Publikum näher bringen. Mit eindrucksvollen Zeitraffer-Aufnahmen und CGI-Technik (Computer generated Imagery) ergründet er die schiere Vielfalt der Pilz-Welt auf unserem Planeten. Schwartzberg spricht darüber mit Wissenschaftlern und Mykologen wie Paul Stamets, dem weltweit wohl bekanntesten Pilz-Experten. Unter unseren Füßen befindet sich eine magische Welt, die alles Lebende miteinander verbindet: Als gigantisches unterirdisches System bilden Pilze die Grundlage der Existenz. Die Dokumentation zeigt, welche Rolle die geheimnisvollen Wesen im Kreislauf der Natur, bei der Bewältigung von Öl-Katastrophen oder beim Bienensterben, therapiebegleitend bei verschiedenen Krankheiten oder gar der Bekämpfung von Pandemien spielen können. Dieser Film macht den Zuschauer darauf aufmerksam, dass Pilze für das Leben auf der Erde absolut entscheidend sind.


 

Das Kinocenter Haslach hat in Zusammenarbeit mit dem BUND Mittleres Kinzigtal am 30.04.2019 eine Umweltfilmreihe gestartet. Jeweils am letzten Dienstag eines Monats wurde ein besonderer Film präsentiert. „Wir wollen damit erreichen, dass noch mehr Menschen sich des Wertes einer intakten Umwelt bewusst werden und sich für ihren Schutz engagieren“, erläutert BUND-Vorstand Karl-Heinz Wössner die Idee zu dieser Filmreihe. „Das Medium Film ist besonders gut geeignet, die ganze Schönheit und Vielfalt der Natur, aber auch ihre Verletzlichkeit zu zeigen.“

Aufgrund der Corona-Pandemie musste die Filmreihe vorläufig beendet werden. Sobald es die Umstände erlauben, soll das Programm wieder aufgenommen werden.