Ortsgruppe Mittleres Kinzigtal
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Kuhmaul Gomphidius glutinosus

Das Kuhmaul Gomphidius glutinosus wächst in Nadel- und Mischwäldern von Sommer bis Herbst als Mykorrhiza-Pilz der Fichte auf saurem Boden. Es gibt zwei weitere Namen für das Kuhmaul: „Großer Schmierling“ und „Großer Gelbfuß“. Der Hut des Pilzes ist flach, im Alter trichterförmig, graubraun mit violettem Schimmer und mit einer starken Schleimschicht überzogen. Der Fruchtkörper ist kreiselförmig mit grauweißlichen, herablaufenden und weitstehenden Lamellen, die auf Druck flecken. Der Stiel ist zylindrisch, manchmal verdickt, mit einer ringartigen schleimigen Velum-Zone, weiß und an der Basis zitronenfarben: das typische Erkennungsmerkmal für das Kuhmaul. Wenn man das schleimige Velum abzieht, ist das Kuhmaul ein guter Speisepilz. In der Gattung Schmierlinge gibt es noch zwei weitere Arten, den Rosaschmierling Gomphidius roseus und den Fleckenden Schmierling Gomphidius maculatus. Die Gattung Schmierlinge ist im weitesten Sinne mit den Steinpilzartigen Boletales verwandt. Das heißt das Kuhmaul gehört nicht zu den Lamellenpilzen Agaricales, obwohl es Lamellen hat. Die deutschen Pilznamen wie „Kuhmaul“ erscheinen oft ungewöhnlich, sind aber meist zutreffend. Sie beschreiben die Merkmale der Pilze wie ihre Farben, Gerüche oder nehmen Bezug zu Tieren oder Pflanzen wie Fette Henne, Krause Glucke, Papageigrüner Saftling, Löwengelber Raukopf, Taubenblauer Schleimkopf, Zedern-Borstling oder Petersilien Wasserkopf. Viele Namen und die Systematik der Pilze stammen von Wissenschaftlern aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Die Erstbeschreibungen sind in der Literatur mit Namenskürzel angegeben. Das Kuhmaul wurde von dem deutschen Theologen und Mykologen Jacob Christian Schaeffer (Schaeff.) (1718 – 1790) und dem schwedischen Biologen und Mykologen Elias Magnus Fries (Fr.) (1794 – 1878) beschrieben.

Autorin: Karin Pätzold

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