Ortsgruppe Mittleres Kinzigtal
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Falscher Pfifferling Hygrophoropsis aurantiaca

Der Falsche Pfifferling Hygrophoropsis aurantiaca ist ein bekannter und manche Jahre häufiger Pilz in unseren Nadelwäldern. Der leuchtend orange-gelbe Fruchtkörper wächst als Folge-Zersetzer auf Moos und in der Nadelstreu vom Sommer bis in den Herbst. Wie so viele Pilze hat auch der Falsche Pfifferling, je nach Region, mehrere Namen wie Gemeiner Afterleistling oder Orange-gelber Gabelblättling. Der Hut ist leicht trichterförmig, wellig gebogen, flatterig. Die Oberfläche ist fein filzig, dottergelb bis orange und der Rand ist lange eingerollt. Die Lamellen sind gelborange, gegabelt und lassen sich, ähnlich wie die Röhren beim Steinpilz, vom Fleisch trennen. Der Falsche Pfifferling wird von Laien gern mit dem Pfifferling verwechselt, obwohl er ein dünnfleischiger Pilz ist. Er gehört in eine ganz andere Verwandtschaft wie der Pfifferling, nämlich in die Verwandtschaft der Steinpilzartigen Boletales während der Pfifferling Cantharellus cibarius zu den Leisten - Pilzen Cantharellaceae zählt. Die Leisten sind nicht ablösbar, sondern wie in das Fleisch eingeschnitzt. Bei den Leistenpilzen gibt es ca.15 Arten wie z. B. den kleinen, orangenen Aprikosenpfifferling Cantharellus friesii im Laubwald. Bei den Falschen Pfifferlingen (Afterleistlingen) kennen wir nur 4 – 5 Arten oder Varietäten. Der Falsche Pfifferling ist kein Speisepilz, vom Genuss wird in der Literatur wegen Verdauungsstörungen abgeraten. Dem dünnfleischigen Pilz fehlt es auch am guten Geschmack für ein feines Pilzgericht.

Autorin: Karin Pätzold

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